Manchmal braucht man einfach so einen Tag, an dem man nichts tun muss. Einfach mal auschalten und alles ausblenden. Heute war so ein Tag. Ich habe mir spontan einfach freigenommen, ganz bewusst, und mir vorgenommen, einfach mal nichts zu tun. Kein Stress, keine Verpflichtungen, kein Laptop, nichts. Einfach ein ruhiger Nachmittag, irgendwo, wo die Welt an mir vorbeizieht.
Also bin ich in ein Café in der Stadt gegangen, habe mir einen gemütlichen Platz gesucht und mir einen Cappuccino bestellt. Der war perfekt: cremig, mit einem hübschen Latte-Art-Herz obendrauf. Neben mir auf dem Tisch ein Glas Wasser, weil das einfach dazugehört. Und dann? Nichts. Nur dasitzen, schauen, spüren.
Die Leute um mich herum gingen vorbei, jeder mit seiner eigenen Geschichte. Eine Frau mit einem dicken Mantel, eilig unterwegs, vielleicht zu spät für einen Termin? Ein Paar, Hand in Hand, ganz versunken in ihre eigene Welt. Kinder, die über das Kopfsteinpflaster liefen, laut lachend, so unbekümmert, wie es nur Kinder sein können. Ich habe es einfach aufgenommen, ohne etwas zu müssen.
Und genau das war das Beste an diesem Tag. Es geht oft verloren im Alltag, dieses einfache Dasein, ohne dass man sich von der nächsten To-Do-Liste hetzen lässt. Aber heute war es anders. Ich habe mich daran erinnert, wie schön es sein kann, einfach nur zu sitzen, den Kaffee zu trinken und das Leben vorbeiziehen zu lassen. Und das sollte man, wie ich finde, viel öfter tun.